Das Tramdepot Dreispitz

Das Depot Dreispitz – die 100jährige Geschichte eines Tramdepots

Das Depot beim Wolfgottesacker wurde 1916 in Betrieb genommen. Ursprünglich war nicht vorgesehen, im Süden der Stadt ein Depot zu errichten. Da jedoch der Bau einer Halle in Riehen (zwischen Weilstrasse und der Grenze) an der damaligen Strecke nach Lörrach nicht erfolgen konnte und die vorhandenen Hallen Klybeck / Wiesenplatz und Allschwilerstrasse zu klein für das sich ausweitende Strassenbahnnetz der Stadt waren, entschloss man sich beim Wolfgottesacker eine neue Remise zu erstellen.

Nach der 1914 erfolgten Erwerbung eines der Christoph Merian Stiftung gehörenden Landkomplexes bewilligte der Grosse Rat der Stadt Basel am 10. Juni 1915 den erforderlichen Baukredit. Die Eröffnung erfolgte ein Jahr darauf.

Die Wagenhalle blieb bis heute nahezu unverändert. Durch die noch originale Stahl-/Holzdachkonstruktion ist die Anlage im Inventar der schützenswerten Gebäude. Architekt war der bekannte Hans Bernoulli (1876-1959). Die Geleiseanlagen im Vorhof wurden indes zweimal, 1931 und 1948, erweitert. Hinter dem Depot wurde 1950 die Oberbauwerkstätte erstellt.

In der Schweizerischen Bauzeitung vom 6. April 1918 erscheint ein Baubschrieb zum Depot: http://dx.doi.org/10.5169/seals-34737

Weitere Informationen zu diesem Depot erhalten Sie auch bei tram-basel.ch

 Ab 2019 soll das Tram-Museum Basel im bestehenden und sich im Regelbetrieb befindlichen Depot Dreispitz der BVB seine Tore öffnen. Die Museumslinie 7 wird dabei als Zubringer dienen und mit fahrfähigen Tramoldtimern betrieben.